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AHA oder BHA: Welches chemische Peeling braucht deine Haut wirklich?

Veröffentlichungsdatum: 2025-12-12
Aktualisierungsdatum: 2026-06-10
AHA oder BHA: Welches chemische Peeling braucht deine Haut wirklich?

Vergessen Sie grobe Körnchen-Peelings, die Ihre Haut eher zerkratzen als pflegen. In der modernen Skincare-Welt haben sich chemische Peelings als der Goldstandard etabliert. Doch wer vor dem Regal steht, wird oft von Abkürzungen wie AHA, BHA und PHA erschlagen. Ist Salicylsäure besser bei Akne? Sorgt Glykolsäure für den ultimativen Glow? Und was, wenn man empfindliche Haut hat?

In diesem Experten-Artikel von BasicLab tauchen wir tief in die Welt der Säuren ein. Wir erklären den Unterschied zwischen Alpha Hydroxysäuren (AHA) und Beta Hydroxysäuren (BHA), helfen Ihnen bei der Auswahl der besten Produkte für Ihre Hautbedürfnisse und zeigen, wie Sie diese Wirkstoffe sicher in Ihre Hautpflegeroutine integrieren.

Was sind Hydroxysäuren eigentlich? Ein Überblick

Bevor wir die Frage "BHA oder AHA" klären, müssen wir verstehen, was diese Wirkstoffe überhaupt tun. Hydroxysäuren sind organische Verbindungen, die einen keratolytischen Effekt haben – das bedeutet, sie lösen die Verbindungen zwischen den Zellen der obersten Hautschicht.

Wie funktioniert das? Die "Ziegelmauer"- Analogie

Stellen Sie sich Ihre Hautoberfläche wie eine Ziegelmauer vor. Die Hautzellen sind die Ziegel, und ein „Zement“ hält sie zusammen. Wenn dieser Zement zu fest ist, bleiben abgestorbene Hautzellen haften, verstopfen die Poren und lassen den Hautton fahl wirken.

Chemische Peelings (Säuren) lösen diesen Zement sanft auf.

Das Ergebnis dieses Prozesses:

  • Die Hauterneuerung wird beschleunigt .
  • Abgestorbene Hautzellen (die Hautschüppchen) werden entfernt.
  • Die Haut wirkt frischer, glatter und aufnahmefähiger für nachfolgende Pflege.

Die Wirkstoffe im Detail: AHA, BHA und PHA

1. AHA (Alpha-Hydroxysäuren)

  • Wirkung: Wirkt oberflächlich, bindet Feuchtigkeit, stimuliert Kollagen.
  • Hauptvertreter: Glykolsäure (intensiv, Anti-Aging), Milchsäure (feuchtigkeitsspendend), Mandelsäure (sanft).
  • Ideal für: Trockene Haut, Sonnenschäden, Pigmentflecken und den "Glass Skin"-Effekt.

2. BHA (Beta-Hydroxysäuren)

  • Wirkung: Fettlöslich (lipophil). Dringt durch die Lipidschicht in die Poren ein und wirkt entzündungshemmend.
  • Hauptvertreter: Salicylsäure (der Goldstandard bei Unreinheiten).
  • Ideal für: Fettige Haut, Mischhaut, Akne und vergrößerte Poren.

3. PHA (Poly-Hydroxysäuren)

  • Wirkung: Ähnlich wie AHA, aber mit größeren Molekülen. Dringt langsamer ein und irritiert nicht.
  • Ideal für: Sehr empfindliche Haut, Couperose oder gestörte Hautbarriere.

AHA (Alpha Hydroxysäuren): Der Glow-Booster für die Oberfläche

AHA steht für Alpha Hydroxysäuren. Zu dieser Gruppe gehören einige der bekanntesten Fruchtsäuren. Ihre wichtigste Eigenschaft: Sie sind wasserlöslich .

Das bedeutet, dass AHA vor allem auf der Hautoberfläche wirkt. Sie dringen nicht tief in die Poren ein, sondern arbeiten exzellent daran, die verhornte Hornschicht abzutragen und Feuchtigkeit zu binden.

Die wichtigsten Arten von AHA

  • Glykolsäure: Gewonnen aus Zuckerrohr. Sie hat die kleinsten Moleküle aller AHA, dringt daher am schnellsten ein und wirkt am intensivsten . Ideal für Anti Aging, da sie die Kollagenproduktion stimuliert.
  • Milchsäure: Sie ist milder als Glykolsäure und kommt natürlich im Körper vor (NMF). Sie ist perfekt für trockene Haut, da sie intensiv hydratisiert .
  • Mandelsäure: Eine sanftere AHA mit antibakteriellen Eigenschaften.
  • Zitronensäure: Wirkt oft aufhellend und antioxidativ.

Für wen ist AHA geeignet?

Ein AHA Peeling ist die beste Wahl für Sie, wenn Sie:

  • Trockene, dehydrierte Haut haben.
  • Gegen erste Fältchen und Falten vorgehen wollen (Anti-Aging).
  • Sonnenschäden oder Pigmentflecken aufhellen möchten.
  • Einen fahlen Teint haben und sich den „Glass Skin“ Glow wünschen.

BHA (Beta Hydroxysäuren): Der Poren-Tiefenreiniger

Wenn wir von BHA sprechen, meinen wir fast immer Salicylsäure. Der entscheidende Unterschied ist die Löslichkeit: BHA ist fettlöslich.

Diese Eigenschaft ist ein Gamechanger für unreine Haut. Salicylsäure bleibt nicht auf der Oberfläche, sondern dringt durch die Lipidschicht der Haut bis tief in die Poren vor.

Was bewirkt Salicylsäure?

Dort, im Inneren der Pore, löst sie den angesammelten Talg (Sebum) und Schmutz, der Mitesser und Pickel verursacht. Zudem wirkt Salicylsäure stark entzündungshemmend und antibakteriell.

Für wen ist BHA geeignet?

BHA Exfoliants oder ein BHA Peeling sind ideal, wenn Ihr Hauttyp folgende Merkmale aufweist:

  • Fettige oder Mischhaut.
  • Neigung zu Akne, Pickeln und Hautunreinheiten.
  • Verstopfte oder vergrößerte Poren (Mitesser) .
  • Entzündliche Hautprobleme.

BHA kann auch bei Rosacea hilfreich sein, da es Entzündungen lindert, muss hier aber vorsichtig dosiert werden .

PHA: Die sanfte Schwester für empfindliche Haut

Bevor wir AHA und BHA vergleichen, dürfen wir die dritte Gruppe nicht vergessen: PHA (Poly Hydroxysäuren).

PHA (wie Lactobionsäure oder Gluconolacton) wirken ähnlich wie AHA, haben aber deutlich größere Moleküle. Sie dringen langsamer in die Haut ein und verursachen daher kaum Irritationen. Sie sind die besten Säuren für sehr empfindliche Haut, Couperose oder wenn die Hautbarriere gestört ist . Sie spenden extrem viel Feuchtigkeit und wirken antioxidativ.

BHA oder AHA: Der direkte Vergleich

Welches Peeling sollten Sie nun wählen? Hier ist eine Entscheidungshilfe basierend auf Ihrem Hautbild:

MerkmalAHA (Alpha-Hydroxysäure)BHA (Beta-Hydroxysäure)
HauptvertreterGlykolsäure, MilchsäureSalicylsäure
LöslichkeitWasserlöslich (Oberfläche)Fettlöslich (Poren-tief)
HauptwirkungAnti-Aging, Glow, FeuchtigkeitPorenreinigung, Talgregulierung
HauttypTrocken, Reif, SonnengeschädigtFettig, Unrein, Akne-neigend
Achtung

Macht lichtempfindlich (Sonnenbrand-Gefahr)

Kann anfangs austrocknen

Anwendung in der Routine: 4 Schritte zur sicheren Nutzung

  1. pH-Wert prüfen: Damit Säuren wirken, muss das Produkt einen sauren pH-Wert (zwischen 3 und 4) haben.
  2. Sonnencreme ist Pflicht: Besonders AHA macht die Haut lichtempfindlich. Tragen Sie tagsüber immer SPF 50+ auf.
  3. Langsam starten („Skin Cycling“): Beginnen Sie mit 1–2 Anwendungen pro Woche am Abend.
  4. Kombinationen (Layering): Nicht mit Retinol oder Vitamin C mischen. Sicherer Mix: Morgens BHA, Abends AHA (an verschiedenen Tagen).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Es gibt kein pauschales "Besser". BHA ist überlegen bei Unreinheiten und verstopften Poren (fettige Haut). AHA ist besser für Feuchtigkeit, Glow und Anti-Aging auf der Oberfläche (trockene Haut).

Vermeiden Sie die gleichzeitige Anwendung von starken Säuren mit Retinol (Vitamin A) oder reinem Vitamin C in derselben Routine, besonders wenn Sie Anfänger sind, um Irritationen zu vermeiden.

BHA kann morgens oder abends verwendet werden. Aufgrund der Talgregulierung ist es oft morgens als Tonic beliebt. Bei höheren Konzentrationen empfiehlt sich der Abend.

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Fazit: Säuren als Schlüssel zu schöner Haut

Ob AHA, BHA oder PHA – chemische Peelings spielen eine zentrale Rolle in einer effektiven Pflegeroutine. Sie befreien die Haut von Altlasten, lassen den Teint strahlen und helfen spezifische Probleme wie Akne oder Falten zu lösen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Hautbedürfnisse kennen. Hören Sie auf Ihre Haut, starten Sie sanft und vergessen Sie niemals den Sonnenschutz. Mit den richtigen Wirkstoffen wird die Hautpflege mit Säuren zu Ihrem persönlichen Beauty-Ritual mit sichtbaren Ergebnissen.

(Hinweis: Die Lesezeit und Recherche für die perfekte Säure lohnt sich – Ihre Haut wird es Ihnen danken!)

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