Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Sie beginnt oft in der Pubertät, kann aber auch bei Kindern und Erwachsenen auftreten. Manche Menschen haben nur wenige Mitesser, andere entwickeln entzündete Pickel, Pusteln oder tiefe Knoten. Deshalb gibt es nicht die eine Lösung, die bei jeder Form von Akne gleich gut wirkt.
Auf dieser Seite findest du verständliche Informationen darüber, wie Akne entsteht, welche Anzeichen typisch sind und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Der Artikel bietet außerdem praktische Tipps zur Hautpflege, erklärt den Einsatz von Medikamenten und zeigt, warum Geduld für ein ruhigeres Hautbild wichtig ist. Jede Haut reagiert etwas anders, doch Akne lässt sich in den meisten Fällen wirksam behandeln.
Was ist Akne?
Akne, medizinisch Acne vulgaris, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung der Talgdrüsenfollikel. Diese Einheit besteht aus einem Haarfollikel und den dazugehörigen Talgdrüsen. Die Talgdrüsen produzieren Talg, der die Haut geschmeidig hält. Wenn zu viel Talg und abgestorbene Hautzellen den Ausgang des Follikels blockieren, entstehen Komedonen. Die Haut kann den Talg dann nicht ungehindert abgeben. Sichtbar werden Komedonen als offene oder geschlossene Mitesser.
In einem verstopften Follikel können sich Bakterien vermehren. Das heute übliche Fachwort lautet Cutibacterium acnes; früher wurde häufig Propionibacterium acnes verwendet. Die Bakterien gehören grundsätzlich zur normalen Hautflora. Bei Akne können sie jedoch Entzündungen fördern, aus denen Papeln und Pusteln, größere Aknepickel oder schmerzhafte Knoten entstehen.
Akne betrifft vor allem das Gesicht, kann aber auch an Rücken, Brust und Schultern auftreten. Im Gesicht liegen besonders viele Talgdrüsen, weshalb Akne dort häufig sichtbar wird. Die betroffene Haut wirkt oft fettig und zugleich empfindlich. Akne ist weder ansteckend noch ein Anzeichen mangelnder Sauberkeit. Starkes Schrubben entfernt Mitesser nicht. Es reizt die Haut und kann die Erkrankung verschlimmern.
Welche Arten von Akne gibt es?
Die Arten von Akne werden nach der Beschaffenheit der Hautveränderungen, dem Alter und möglichen Auslösern unterschieden. Für die Behandlung ist vor allem entscheidend, ob überwiegend Komedonen oder bereits entzündliche Hautveränderungen vorliegen.
Akne mit Mitessern
Bei der Acne comedonica dominieren Mitesser. Geschlossene Komedonen wirken wie kleine helle Erhebungen. Offene Komedonen haben einen dunklen Punkt, weil der Inhalt an der Luft oxidiert. Die dunkle Farbe ist kein Schmutz. Die Haut kann sich in diesem Stadium noch relativ glatt anfühlen. Diese Form gilt meist als leichte Akne, kann im Laufe der Zeit aber in entzündliche Akne übergehen.
Mitesser treten besonders häufig in der T Zone auf. Auch wenn das Hautbild nur leicht unruhig erscheint, sollten die Poren nicht ausgedrückt werden. Druck kann den Follikel verletzen und Entzündungen begünstigen.
Akne mit Papeln und Pusteln
Bei der Acne papulopustulosa kommen zu den Mitessern gerötete Papeln und Pusteln hinzu. Papeln sind feste entzündete Erhebungen. Pusteln enthalten sichtbar Eiter. Umgangssprachlich werden beide oft einfach Pickel genannt. Solche Aknepickel können empfindlich oder schmerzhaft sein und nach dem Abheilen rote oder dunkle Flecken hinterlassen.
Je mehr Papeln und Pusteln auftreten, desto wichtiger ist eine konsequente Behandlung. Einzelne Pickel lassen sich oft lokal beruhigen. Wenn große Flächen im Gesicht, an der Brust oder am Rücken betroffen sind, ist ein dermatologischer Blick auf die Haut und ihre Veränderungen sinnvoll.
Schwere Akne mit Knoten
Tiefe Knoten, Zysten oder miteinander verbundene Entzündungen sprechen für schwere Akne. Zu diesen Ausprägungen gehören die noduläre Akne und Acne conglobata. Diese Form kann Narben verursachen und das Hautbild dauerhaft verändern. Schwere Akne gehört deshalb frühzeitig in ärztliche Behandlung.
Eine seltene Sonderform ist Acne fulminans. Sie beginnt plötzlich, verläuft heftig und kann mit Fieber, Gelenkbeschwerden oder allgemeinem Krankheitsgefühl einhergehen. Hier reicht ein kosmetisches Mittel nicht aus. Schwere Akne mit solchen Anzeichen muss sofort medizinisch abgeklärt werden.
Akne in der Pubertät und im Erwachsenenalter
Das Alter beeinflusst, wann Akne beginnt, wo sie erscheint und welche Faktoren eine Rolle spielen. Typische Anzeichen können bei Jugendlichen und Erwachsenen ähnlich aussehen, die Auslöser sind jedoch nicht immer gleich.
Akne bei Jugendlichen
Während der Pubertät steigt der Einfluss von Androgenen. Die Talgdrüsen vergrößern sich, produzieren mehr Talg und die Talgproduktion nimmt zu. Die Haut glänzt dadurch stärker und Poren verstopfen leichter. Deshalb ist Akne bei Jugendlichen besonders verbreitet. Jungen und Mädchen können gleichermaßen betroffen sein, wobei schwere Akne in der Pubertät vor allem bei männlichen Jugendlichen beobachtet wird.
Bei vielen Jugendlichen erscheinen zuerst Mitesser an Stirn und Nase. Später können entzündete Pickel und Pusteln im ganzen Gesicht sowie an Brust oder Rücken hinzukommen. Die Pubertät ist jedoch nicht die einzige Ursache. Genetische Faktoren, ungeeignete Hautpflege, Stress und bestimmte Medikamente beeinflussen ebenfalls den Verlauf der Akne.
Jugendlichen sollte vermittelt werden, dass Akne eine Hauterkrankung und kein persönliches Versagen ist. Die Haut braucht eine konsequente, aber milde Pflege. Aggressives Reinigen, häufiges Wechseln der Produkte und das Ausdrücken der Pickel verschlechtern oft das Hautbild. Am besten beginnen Jugendliche früh mit einer einfachen Routine und lassen anhaltende Entzündungen beurteilen. Das senkt auch das Risiko für Narben.
Spätakne und Erwachsenenakne
Akne, die nach dem 25. Lebensjahr fortbesteht oder erstmals auftritt, wird häufig Spätakne oder Acne tarda genannt. Diese Erwachsenenakne betrifft besonders viele Frauen. Bei Frauen zeigen sich die Aknepickel häufig an Kinn, Kieferlinie und unterer Wange. Manche Frauen bemerken eine Veränderung des Hautbilds vor der Menstruation.
Hormonschwankungen können die Spätakne beeinflussen. Das gilt zum Beispiel für den Zyklus, eine Schwangerschaft, das Absetzen hormoneller Verhütung oder die Perimenopause. Spätakne bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Hormonstörung vorliegt. In manchen Fällen ist die Haut lediglich empfindlicher gegenüber normalen Androgenspiegeln. Bei Frauen mit unregelmäßigem Zyklus, verstärkter Körperbehaarung oder Haarausfall kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Auch Männer können Erwachsenenakne entwickeln. Bei Erwachsenen bestehen oft gleichzeitig fettige und empfindliche Bereiche der Haut, weshalb ein Hauttyp allein die Pflege nicht zuverlässig bestimmt. Die Behandlung der Spätakne richtet sich nach den sichtbaren Anzeichen und dem Schweregrad, nicht nur nach dem Alter.
Vorübergehende und ausgelöste Formen von Akne
Einige Arten treten im Zusammenhang mit einem bestimmten Auslöser auf. Bei der Acne cosmetica fördern stark okklusive oder komedogene Produkte neue Mitesser. Die Haut reagiert dann oft mit vielen kleinen Unebenheiten. Eine Anpassung der Hautpflege kann das Hautbild verbessern, doch bereits entzündete Pickel benötigen möglicherweise zusätzlich eine Behandlung.
Bei der Acne medicamentosa lösen Medikamente akneähnliche Veränderungen aus oder verstärken vorhandene Akne. Mögliche Beispiele sind hoch dosierte Kortikosteroide, Lithium, Androgene und einige Medikamente gegen Epilepsie. Die Mittel dürfen nicht eigenständig abgesetzt werden. Wer nach Beginn eines Arzneimittels viele gleichförmige Pusteln oder andere neue Anzeichen bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Reibung, Druck, Schweiß und ein feuchtwarmes Klima können ebenfalls Pickel fördern. Diese Form wird als Acne mechanica bezeichnet und betrifft zum Beispiel Bereiche unter einem Helm, Rucksack oder enger Sportkleidung. Am besten werden Auslöser reduziert, Textilien regelmäßig gereinigt und betroffene Stellen sanft gepflegt.
Was sind die Ursachen von Akne?
Die Ursachen von Akne greifen in der Haut ineinander. Vier Prozesse stehen im Mittelpunkt: eine erhöhte Talgproduktion, eine gestörte Ablösung der Hautzellen im Follikel, die Aktivität von Bakterien und entzündliche Reaktionen. Welche Faktoren am stärksten wirken, ist von Person zu Person verschieden.
Hormone und Veranlagung
Hormone spielen vor allem in der Pubertät und bei Spätakne eine wichtige Rolle. Androgene regen die Talgdrüsen an. Dadurch entsteht mehr Talg, während verklebte Hautzellen die Poren blockieren können. Die Haut wird öliger und Mitesser bilden sich leichter. In Familien mit Akne ist das Risiko ebenfalls erhöht, was für eine genetische Komponente der Erkrankung spricht.
Bei erwachsenen Frauen können zyklische Schwankungen neue Pickel auslösen. Das erklärt, warum Erwachsenenakne bei Frauen häufig wiederkehrend verläuft. Eine einzelne Veränderung im Zyklus beweist aber keine hormonelle Erkrankung. In vielen Fällen sind keine umfangreichen Hormontests nötig. Ob Blutuntersuchungen sinnvoll sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand weiterer Anzeichen.
Hautpflege und Make up
Zu reichhaltige oder stark okklusive Produkte können bei anfälliger Haut Mitesser fördern. Auch Make up, Sonnenschutz oder Haarprodukte können eine Rolle spielen, wenn ihre Beschaffenheit nicht zur Haut passt. Das bedeutet nicht, dass Menschen mit Akne auf Make up verzichten müssen. Nicht komedogenes Make up lässt sich in der Regel gut verwenden, wenn es abends vollständig entfernt wird. Andere Produkte sollten nacheinander eingeführt werden, damit die Reaktion der Haut erkennbar bleibt.
Reinige das Gesicht am besten morgens und abends mit einem milden Produkt und hautfreundlichem pH Wert. Zu häufiges Waschen, alkoholreiche Toner und grobe Peelings reizen die Haut. Eine beschädigte Hautbarriere kann Rötung und Entzündungen verstärken, obwohl die Talgproduktion gleichzeitig hoch bleibt.
Ernährung und Lebensmittel
Die Forschung zur Ernährung zeigt Zusammenhänge, aber keine universelle Akne-Diät. Eine hohe glykämische Belastung kann Akne in einigen Fällen verschlechtern. Deshalb kann es helfen, stark verarbeitete Lebensmittel und sehr viele Süßigkeiten seltener zu essen. Auch Milch oder Molkenprotein werden als mögliche Faktoren untersucht, doch nicht jeder reagiert darauf.
Am besten wird die Ernährung über mehrere Wochen beobachtet, ohne ganze Lebensmittelgruppen vorschnell zu streichen. Ein Tagebuch kann zeigen, ob bestimmte Lebensmittel wiederholt mit einer Veränderung des Hautbilds zusammenfallen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder eine wirksame Behandlung.
Stress Medikamente und weitere Faktoren
Stress verursacht Akne nicht allein, kann aber vorhandene Entzündungen und Gewohnheiten wie Kratzen oder Ausdrücken verstärken. Auch Schlafmangel, Rauchen, Reibung und hohe Luftfeuchtigkeit können eine Rolle spielen. Viele dieser Faktoren wirken gleichzeitig, weshalb eine einzige Ursache oft nicht feststellbar ist.
Bestimmte Medikamente können Acne medicamentosa auslösen. Dazu zählen auch systemische Kortikosteroide. Wenn nach einem neuen Mittel plötzlich viele Pickel oder Pusteln auftreten, sollte die Einnahme mit der behandelnden Praxis besprochen werden. Medikamente weiter einnehmen oder absetzen sollte man nur nach medizinischer Anweisung.
Wie wird Akne behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Form, Schweregrad, betroffenen Körperstellen und dem Risiko für Narben. Auch Alter, Schwangerschaft, bisherige Therapien und die Belastung durch die Erkrankung beeinflussen die Wahl. Gute Behandlungsmöglichkeiten verhindern neue Hautveränderungen, statt nur einzelne Pickel kurzfristig auszutrocknen.
Behandlung bei leichter Akne
Bei leichter Akne mit Mitessern kommen häufig topische Retinoide, Benzoylperoxid, Azelainsäure oder Salicylsäure infrage. Welches Mittel am besten passt, hängt vom Hauttyp und von der Verträglichkeit ab. Viele Wirkstoffe werden nicht nur auf einzelne Aknepickel, sondern dünn auf den gesamten betroffenen Bereich aufgetragen.
Zu Beginn kann die Haut trocken, gerötet oder empfindlicher werden. Deshalb empfiehlt es sich oft, ein neues Mittel zunächst seltener aufzutragen und die Häufigkeit langsam zu steigern. Eine sichtbare Verbesserung entsteht nicht über Nacht. Meist braucht die Behandlung acht bis zwölf Wochen.
Behandlung bei entzündlicher und schwerer Akne
Bei zahlreichen Papeln und Pusteln kombiniert die dermatologische Behandlung häufig Wirkstoffe mit unterschiedlichen Mechanismen. Antibiotika können zeitlich begrenzt eingesetzt werden, sollten aber nicht als alleinige Dauertherapie dienen. Gegen Bakterien und Entzündungen wird die Behandlung oft mit Benzoylperoxid ergänzt, um Resistenzen vorzubeugen.
Schwere Akne, tiefe Knoten, Narben oder eine starke psychische Belastung können eine systemische Behandlung erforderlich machen. Isotretinoin ist eine wirksame Option für schwere Akne, muss aber ärztlich überwacht werden. Es darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Frauen, die schwanger werden können, benötigen während der Behandlung ein streng kontrolliertes Programm zur Schwangerschaftsverhütung.
Für einige erwachsene Frauen kommen hormonelle Medikamente wie bestimmte kombinierte Verhütungsmittel oder Spironolacton infrage. Diese Behandlung eignet sich nicht für jede Frau und wird nach Nutzen, Risiken und weiteren Erkrankungen ausgewählt. Kosmetik kann eine medizinische Behandlung unterstützen, aber keine verschreibungspflichtigen Medikamente ersetzen.
Wann ärztliche Hilfe wichtig ist?
Dermatologische Hilfe ist vor allem bei tieferen Knoten, schmerzhaften Entzündungen, beginnenden Narben oder plötzlich auftretender schwerer Akne wichtig. In schweren Fällen verhindert eine frühe Therapie bleibende Schäden an der Haut. Das gilt auch, wenn eine konsequente Behandlung nach etwa zwölf Wochen keine Verbesserung bringt. Bei Jugendlichen sollte die psychische Belastung ebenso ernst genommen werden wie die sichtbaren Anzeichen.
Frauen mit Spätakne sollten ärztlichen Rat suchen, wenn zusätzlich Zyklusstörungen oder weitere Zeichen eines Androgenüberschusses bestehen. Bei einer plötzlich einsetzenden Erwachsenenakne prüft die Praxis auch Medikamente und andere Erkrankungen als mögliche Ursachen. Weitere Informationen zur persönlichen Behandlung ergeben sich aus Diagnose, Verlauf und bisheriger Pflege.
Welche Hautpflege ist bei Akne sinnvoll?
Hautpflege heilt Akne nicht allein, kann die Behandlung aber besser verträglich machen und die Hautbarriere unterstützen. Diese Tipps halten die Routine übersichtlich:
Sanft reinigen Reinige das Gesicht zweimal täglich und nach starkem Schwitzen. Mitesser entstehen nicht durch Schmutz, deshalb ist kräftiges Reiben unnötig.
Leicht pflegen Verwende eine nicht komedogene Feuchtigkeitscreme. Auch fettige Haut benötigt Feuchtigkeit, besonders während einer Behandlung mit austrocknenden Wirkstoffen.
Wirkstoffe gezielt auftragen Nutze nicht viele neue Produkte gleichzeitig. Trage ein wirksames Mittel regelmäßig auf und steigere die Anwendung bei empfindlicher Haut langsam.
UV-Schutz verwenden Täglich einen nicht komedogenen Sonnenschutz auftragen. UV Licht ist keine Therapie gegen Akne. UV Strahlung kann Entzündungen kurzfristig weniger sichtbar erscheinen lassen, erhöht aber das Risiko für Hautschäden und dunkle Flecken.
Pickel in Ruhe lassen Das Ausdrücken von Mitessern und Pusteln kann Entzündungen, Flecken und Narben fördern.
Nicht komedogenes Make up darf verwendet werden. Entferne Make up am Abend gründlich, ohne die Haut zu schrubben. Wer bei der Auswahl unsicher ist, prüft am besten die Reaktion der Haut und führt jeweils nur ein neues Produkt ein.
Häufige Fragen zu Akne
Wie kriege ich Akne weg?
Akne lässt sich meist gut kontrollieren, aber selten mit einem einzigen Produkt sofort beseitigen. Eine passende Behandlung verhindert neue Mitesser und Entzündungen. Milde Akne kann auf lokal aufgetragene Mittel ansprechen. Bei entzündlicher oder schwerer Akne sollte eine dermatologische Behandlung gewählt werden. Geduld und eine einfache Hautpflege sind entscheidend.
Was ist die Ursache für Akne?
Akne entsteht durch das Zusammenspiel von Talg, verstopften Follikeln, Bakterien und Entzündungen. Hormone, Veranlagung, Medikamente, ungeeignete Produkte, Ernährung und Stress können den Verlauf beeinflussen. Die Ursachen unterscheiden sich, deshalb braucht nicht jeder dieselbe Behandlung.
Ist Prednisolon bei Akne geeignet?
Prednisolon ist keine Standardbehandlung für gewöhnliche Akne. Systemische Kortikosteroide können eine Acne medicamentosa auslösen oder das Hautbild verschlechtern. Eine Ausnahme ist die seltene Acne fulminans: Hier kann eine Fachärztin oder ein Facharzt Prednisolon kurzfristig und kontrolliert einsetzen, meist im Rahmen eines genauen Therapieplans. Prednisolon niemals eigenständig einnehmen.
Ist Folsäure gut für Akne?
Für Folsäure gibt es keine ausreichenden Belege als Behandlung von Akne. Ein Mangel oder eine Schwangerschaft kann unabhängig von Akne eine Einnahme erforderlich machen. Folsäure sollte dann nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden. Sie ersetzt keine Aknetherapie und macht die Einnahme von Isotretinoin in der Schwangerschaft nicht sicher.
Akne auf einen Blick
Akne ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit mit unterschiedlichen Ausprägungen. Mitesser, Komedonen, entzündete Pusteln und tiefe Knoten zeigen den Schweregrad an. In der Pubertät tritt die Hauterkrankung bei besonders vielen Jugendlichen auf, doch Spätakne und Erwachsenenakne sind ebenfalls häufig, vor allem bei Frauen.
Die besten Ergebnisse entstehen durch eine Behandlung, die zur Form der Akne passt, und eine sanfte Hautpflege. Wer früh reagiert, Medikamente nur nach ärztlicher Empfehlung nutzt und der Haut Zeit gibt, kann Entzündungen begrenzen und Narben vorbeugen.
Quellen
1. BasicLab. Wszystko, co musisz wiedzieć o trądziku. Polnischer Ausgangsartikel.
4. British Association of Dermatologists. Acne Patient Information Leaflet. Updated July 2024.